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SONDERMASCHINENBAU UND SONDERLÖSUNGEN

Standardlösungen lösen 80 Prozent aller Handhabungsaufgaben in der Industrie. Die übrigen 20 Prozent — die mit ungewöhnlicher Geometrie, extremen Lasten, höchsten Genauigkeitsforderungen oder vertraulichen Bauteilen — brauchen Sondermaschinen. Genau hier setzt das Engineering-Team von Zeilhofer HHT an: Wir entwickeln individuelle Manipulatoren, Sondergreifer und Sondersteuerung, die exakt auf Ihr Bauteil, Ihre Taktzeit und Ihren Arbeitsplatz ausgelegt sind.

Vom ersten Konzept bis zur Inbetriebnahme weltweit kommt alles aus einer Hand aus Holzkirchen, Deutschland. ISO 9001 zertifiziert, nach TISAX Level 2 mit Prototypenschutz — für vertrauliche OEM-Projekte und kundenspezifische Sonderaufgaben.

KAPITEL 01
WAS SIND SONDERMASCHINEN UND SONDERLÖSUNGEN?

Sondermaschinen sind individuell konstruierte Anlagen, die für eine konkrete Anwendung ausgelegt werden — im Gegensatz zu Serien- oder Standardmaschinen. Im Handhabungsbereich betrifft das typischerweise:

  • Sondergreifer mit bauteilspezifischer Aufnahme

  • Sondervorrichtungen für komplexe 3D-Geometrien

  • Sondersteuerung mit kundenspezifischer SPS-Integration

  • Sondermechanik mit höherer Tragfähigkeit, größerem Arbeitsradius oder ungewöhnlichen Achsen

  • Sondersicherheitstechnik bei kritischen Bauteilen (HV-Batterien, vertrauliche Prototypen)

Eine Sonderlösung ist immer ein Engineering-Projekt: Sie startet mit der Aufnahme der Anforderungen beim Kunden, durchläuft Konzept und Konstruktion und endet mit Vorabnahme im Showroom und Inbetriebnahme am Einsatzort. Anders als Standard-Manipulatoren ist jede Sonderlösung ein Unikat mit individueller Dokumentation, eigener CE-Konformitätserklärung und kundenspezifischer Betriebsanleitung.

KAPITEL 02  

WANN LOHNT SICH EINE SONDERLÖSUNG?

Vier Indikatoren sprechen für eine Sondermaschine statt einer Standard-Hebehilfe:

01 Geometrie passt zu keinem Standard

Wenn das Bauteil unrund, hohl, asymmetrisch oder mit Hinterschneidungen versehen ist, kann ein Standard-Greifer es oft nicht sicher aufnehmen. Beispiele: Karosserie-Teile mit Sicken, Cockpit-Module mit Anbauteilen, Wasserstoff-Tanks mit Anschlüssen. Hier wird die Aufnahme exakt nachgezeichnet — meist mit 3D-Scan oder CAD-Daten des Kunden.

02 Lastbereich übersteigt Serienstandard

Standard-Manipulatoren decken bis 800 kg ab. Die Hubachse ZH90 hebt bis 1.200 kg. Wer mehr braucht — bis 2.000 kg oder mit ungewöhnlichem Hubweg — bekommt eine Sondermechanik. Zeilhofer hat Sonderhubachsen mit 1,5 t Tragkraft und 3 m Hubweg geliefert.

03 Höchste Sicherheits- und Compliance-Anforderungen

HV-Batterien, Explosivstoffe, vertrauliche Prototypen oder hygiene-kritische Pharma-Bauteile brauchen Sondersteuerung mit zertifizierten Sicherheitsfunktionen, redundanten Endlagen-Verriegelungen und Sondermaterial-Versionen (Edelstahl, ESD, ATEX-Zone-2).

04 Vertrauliche OEM-Prototypen

Bei Prototypen-Bauteilen vor Serienanlauf gilt höchste Vertraulichkeit. TISAX Level 2 mit Prototypenschutz ist hier Pflicht. Zeilhofer-Sonderprojekte für OEMs laufen unter NDA, mit separaten Räumen, dokumentierter Zugriffskontrolle und vertraglich abgesicherter Geheimhaltung.

KAPITEL 03  

PRAXIS: SONDERGREIFER FÜR KOMPLEXE GEOMETRIEN

Der häufigste Sonderlösungs-Bedarf liegt beim Greifer. Standard-Vakuumheber funktionieren nur auf ebenen Flächen, Standard-Klemmgreifer brauchen parallele Anschlagflächen. Bei komplexen Bauteilen ist eine bauteilspezifische Aufnahme die einzige Lösung.

Typische Anwendungsformen

  • Karosserieteile mit Sicken, Lacken und Crashstrukturen

  • Cockpit-Module mit elektronischen Komponenten und Lufteinlässen

  • Stoßfänger und Spoiler mit gekrümmten Oberflächen

  • Wasserstoff-Tanks und Druckbehälter mit Anschlüssen

  • Glas-Karosserie-Elemente und Photovoltaik-Module

ZHHT-Lösung

Auf Basis von CAD-Daten oder 3D-Scan des Bauteils entwickeln unsere Konstrukteure einen passgenauen Greifer. Die Aufnahme greift an mehreren definierten Punkten, schützt empfindliche Oberflächen mit Sondermaterial-Auflagen (Filz, Schaumstoff, PTFE) und sichert das Bauteil über mehrstufige Verriegelung gegen unbeabsichtigtes Lösen. Standardisierte Schnittstellen erlauben den Anbau an Hubachse ZH90 oder Gelenk-Manipulator.

Vorteile in dieser Anwendung

  • Aufnahme exakt an Bauteil-Geometrie angepasst

  • Schonende Auflagen verhindern Beschädigung lackierter Flächen

  • Mehrstufige Verriegelung sichert Bauteil gegen Fallenlassen

  • Schnellwechsel-Schnittstelle für Variantenflexibilität

  • Dokumentierte Konstruktion und CE-Konformitätserklärung

KAPITEL 04
PRAXIS: SONDERVORRICHTUNGEN FÜR EMPFINDLICHE BAUTEILE

Empfindliche Bauteile — lackierte Karosserieteile, polierte Edelstahlflächen, optische Komponenten oder elektronische Module — erfordern Sondervorrichtungen, die Beschädigungen ausschließen.

Herausforderung

  • Lackierte Oberflächen vertragen keine Klemm- oder Kratzspuren

  • Saugplatten dürfen keine Druckabdrücke auf Karosserieblechen hinterlassen

  • Elektronische Komponenten vertragen keine Schwingungen oder Schläge

  • Sterile Bauteile (Pharma, Medizin) erfordern Edelstahl und Reinraum-konformes Material

ZHHT-Lösung

Vakuumsauger mit Druck-Regelung und weichen Auflagen (Silikon, EPDM, Schaumstoff) verteilen die Haltekraft großflächig und schonend. Druck-Sensoren überwachen die Saugkraft kontinuierlich — bei Druckverlust wird die Bewegung sofort gestoppt. Für sterile Anwendungen kommen Edelstahl-Versionen mit FDA-konformen Auflagen zum Einsatz, für ESD-Bereiche elektrisch ableitende Materialien.

Vorteile in dieser Anwendung

  • Druckregelung verhindert Saugnapf-Abdrücke

  • Weiche Auflagen schonen lackierte und polierte Flächen

  • Sensorische Überwachung erkennt Halteverlust sofort

  • Sondermaterialien für sterile und ESD-Anwendungen verfügbar

  • Pendelfreie Bewegung schützt elektronische Komponenten

KAPITEL 05
PRAXIS: SONDERSTEUERUNG UND SPS-INTEGRATION

Moderne Fertigungslinien arbeiten taktgebunden über zentrale SPS-Steuerungen. Eine Hebehilfe muss sich nahtlos in diese Steuerungslandschaft einfügen — mit definierten Schnittstellen, Lichtsignal-Rückmeldungen und Sicherheits-Funktionen.

Typische Schnittstellen

  • Profinet (Siemens-dominante Branchen)

  • EtherCAT (Automatisierungs-Branchen mit hoher Taktrate)

  • EtherNet/IP (Allen-Bradley / Rockwell-Welt)

  • OPC UA für Industrie-4.0-konforme Datenanbindung

  • Klassisches I/O-Verdrahten für einfache Anwendungen

ZHHT-Lösung

Unsere Konstruktion bietet Sondersteuerungen mit Siemens S7-1500, Beckhoff TwinCAT oder Allen-Bradley CompactLogix. Die Steuerung kommuniziert taktgenau mit der Linien-SPS, übernimmt Bewegungsfreigaben über Lichtschranken und meldet Endlagen-Erreichen zurück. Sicherheits-Funktionen (Not-Halt, Zwei-Hand-Bedienung, Endlagen-Verriegelung) sind in PL d nach EN ISO 13849 zertifiziert.

Vorteile in dieser Anwendung

  • Taktgenaue Integration in bestehende Linien-SPS

  • Bewegungsfreigabe über Sicherheitslichtgitter und Zwei-Hand

  • Endlagen-Verriegelung verhindert vorzeitiges Lösen

KAPITEL 06
PRAXIS: HYBRIDE MENSCH-ROBOTER-KOLLABORATION (MRK)

Mensch-Roboter-Kollaboration ist der Trend in modernen Fertigungslinien. Statt klassischer Trennung von Werker und Roboter arbeiten beide gemeinsam — der Werker führt das Bauteil intuitiv, die Hebehilfe übernimmt die Last und absichert die Sicherheit.

Anforderungen

  • Sensorische Sicherheit ohne Schutzzaun

  • Kraftbegrenzung im Kollisionsfall nach ISO/TS 15066

  • Intuitive Handführung mit Force-Feedback

  • Pendelfreie Lastführung für präzise Positionierung

  • Konformität mit DIN EN ISO 10218 (Robotik-Sicherheit)

ZHHT-Lösung

Die Hubachse ZH90 als kollaborierende Variante mit Kraftbegrenzung, taktilen Sensoren und reduzierter Geschwindigkeit erlaubt sicheres Arbeiten ohne Schutzzaun. Der Werker führt die Hubachse mit der Hand und sie übernimmt das Lastgewicht. Bei Kollision mit Werker oder Werkstück stoppt die Bewegung in unter 0,1 Sekunden. Force-Feedback-Sensoren erkennen, ob der Werker zieht oder schiebt — die Steuerung reagiert intuitiv.

Vorteile in dieser Anwendung

  • Sicheres Arbeiten ohne Schutzzaun nach ISO/TS 15066

  • Intuitive Handführung mit Force-Feedback

  • Werker und Hebehilfe arbeiten als Team

  • Pendelfreie Lastführung schützt Bauteil und Werker

  • Skalierbar von 50 kg bis 1.200 kg Tragkraft

KAPITEL 07
ENGINEERING-PROZESS SCHRITT FÜR SCHRITT

Eine Sondermaschine entsteht in einem strukturierten Engineering-Prozess. Zeilhofer HHT arbeitet nach VDI-Richtlinien und liefert von der Erstberatung bis zur Inbetriebnahme alles aus einer Hand:

01 Erstgespräch und Anforderungs-Aufnahme

Gemeinsame Analyse vor Ort oder digital: Welches Bauteil, welche Lasten, welche Taktzeit, welche Arbeitsplatz-Situation, welche Compliance? Aufnahme der Schnittstellen — Pneumatik, Elektrik, IT, Sicherheit. Ergebnis: dokumentierte Lastenhefte und Konzeptskizze.

02 Konzept und verbindliche Preisindikation

Auslegung der Hebehilfe (Manipulator, Hubachse, Hebelift) und Auswahl der Greifvorrichtung. Konzept mit Aufstellplan, Kollisionsanalyse und Bewegungs-Simulation. Verbindliche Preisindikation und Lieferzeit. Kostenfrei und unverbindlich.

03 Konstruktion und Detail-Engineering

3D-CAD-Konstruktion in SOLIDWORKS oder NX. FEM-Berechnung der Tragfähigkeit, dynamische Bewegungs-Simulation, Sicherheits-Analyse nach EN ISO 13849. Erstellung der mechanischen Zeichnungen, des Schaltplans und der SPS-Programmierung.

04 Fertigung in Deutschland

Mechanische Fertigung in der eigenen Werkhalle in Holzkirchen, Deutschland. Schweißkonstruktion, Bearbeitung, Lackierung, Montage. Pneumatik und Elektrik werden parallel ausgeführt. Werks-Funktionstest mit dem Original-Bauteil oder einem Dummy gleicher Geometrie.

05 Vorabnahme im Showroom Holzkirchen

Der Kunde nimmt die Anlage in unserem Showroom in Holzkirchen ab oder verfolgt die Vorabnahme per Video-Übertragung. Test mit Original-Werkstücken, Sicherheits-Check, Funktions-Validierung. Erst nach Kundenfreigabe wird die Anlage ausgeliefert.

06 Inbetriebnahme weltweit und Schulung

Eigene Service-Techniker reisen weltweit zur Inbetriebnahme — in über 50 Länder. Montage am Arbeitsplatz, SPS-Integration in die Linien-Steuerung, Schulung der Bediener und Wartungspersonal. Übergabe-Protokoll und Betriebs-Dokumentation.

KAPITEL 08
REFERENZEN: 25 JAHRE SONDERLÖSUNGEN

Seit 1999 entwickelt Zeilhofer HHT Sondermaschinen für die deutsche und internationale Industrie. Über 18 Branchen vertrauen auf unsere Engineering-Kompetenz aus Holzkirchen:

Typische Sonderprojekte

  • Automobilendmontage: Sondergreifer für Cockpit-Einbau, Türen, HV-Batterien

  • E-Mobility: Hubachsen für Hochvoltbatterie-Handling bis 1.200 kg

  • Maschinenbau: Hebehilfen für Motoren, Getriebe, Schmiedeteile

  • Glas-/PV-Industrie: Vakuum-Sondertraversen für Solar-Module und Bauglas

  • Pharma/Medizin: Edelstahl-Manipulatoren für Reinraum-Anwendungen

  • Verpackung und Lebensmittel: hygiene-konforme Sonderlösungen

  • Werkstattlogistik: mobile Hebelifte für Ersatzteil-Kommissionierung

Was zeichnet Zeilhofer-Sonderlösungen aus?

  • ISO 9001 zertifiziertes Qualitätsmanagement seit 2008

  • TISAX Level 2 mit Prototypenschutz für vertrauliche OEM-Projekte

  • Engineering, Fertigung und Service aus einer Hand in Holzkirchen

  • Kundenbetreuung durch eigene Konstrukteure — keine Outsourcing-Ketten

  • Lebenslange Ersatzteil-Versorgung für gelieferte Anlagen

  • Anlagen-Verlagerung bei Werksumzügen weltweit möglich

FAQ / Q&A
HÄUFIGE FRAGEN

01 Was kostet eine Sonderlösung im Vergleich zu einer Standard-Hebehilfe?

Eine Sonderlösung kostet typischerweise 20 bis 50 Prozent mehr als ein Serien-Manipulator vergleichbarer Tragfähigkeit. Der Aufpreis amortisiert sich aber meist über kürzere Taktzeiten, bessere Ergonomie und vermiedene Beschädigungen am empfindlichen Bauteil. Eine konkrete Preisindikation erhalten Sie kostenfrei nach dem Erstgespräch.

02 Wie lange dauert die Entwicklung einer Sondermaschine?

Vom Erstgespräch bis zur Inbetriebnahme typischerweise 4 bis 9 Monate — je nach Komplexität. Konzept und Preisindikation in 1 bis 3 Wochen, Konstruktion 6 bis 12 Wochen, Fertigung 8 bis 16 Wochen, Vorabnahme und Inbetriebnahme 2 bis 4 Wochen. Bei zeitkritischen Projekten ist Beschleunigung möglich.

03 Welche Branchen werden mit Sonderlösungen beliefert?

Automobilindustrie und E-Mobility, Maschinenbau, Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Industrie, Glas- und PV-Industrie, Pharma und Medizintechnik, Lebensmittel und Verpackung, Schmiede und Gießerei, Schwermaschinenbau und über 12 weitere Branchen. Insgesamt 18 Branchen über 50 Länder.

04 Wie wird die Vertraulichkeit bei Prototypen-Projekten sichergestellt?

Zeilhofer HHT ist nach TISAX Level 2 mit Prototypenschutz zertifiziert. Vertrauliche Projekte laufen unter NDA, mit dokumentierter Zugriffskontrolle, separaten Arbeitsbereichen und vertraglich abgesicherter Geheimhaltung. Diese Zertifizierung ist Pflicht für viele OEM-Prototypen-Aufträge.

05 Welche Schnittstellen unterstützen Zeilhofer-Sondersteuerungen?

Profinet, EtherCAT, EtherNet/IP, OPC UA und klassische I/O-Schnittstellen. SPS-Marken Siemens S7-1500, sowie weitere auf Anfrage.

06 Wer übernimmt CE-Konformität und Dokumentation?

Zeilhofer HHT — als Hersteller der Sondermaschine. Wir erstellen die CE-Konformitätserklärung, Risikobeurteilung nach Maschinenrichtlinie 2006/42/EG, Betriebsanleitung in Kundensprache, technische Dokumentation und Wartungs-Anweisungen. Bei Anlagen-Verbund mit anderen Maschinen koordinieren wir die Gesamt-CE.

07 Welche Service- und Wartungs-Leistungen sind enthalten?

Inbetriebnahme weltweit durch eigene Techniker, Schulung der Bediener, Wartungsverträge mit jährlicher UVV-Prüfung nach DGUV Vorschrift 54, Original-Ersatzteile auch 15+ Jahre nach Auslieferung, Technische Hotline mit Remote-Support, Anlagen-Verlagerung bei Werksumzügen.

08 Wo werden Zeilhofer-Sondermaschinen hergestellt?

Konstruktion und Fertigung erfolgen zentral in Holzkirchen, Deutschland. Inbetriebnahme weltweit beim Kunden in über 50 Ländern. Made in Germany, ISO 9001 zertifiziert und TISAX Level 2 mit Prototypenschutz.

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