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ANWENDUNG · LASERSCHNEIDEN

BLECHHANDLING an LASERSCHNEIDANLAGEN: BLECHE SICHER EINLEGEN UND ENTNEHMEN

Schwere Platten müssen vor dem Schnitt in die Laserschneidanlage und danach wieder heraus. Der eigentliche Engpass liegt nicht beim Einlegen der Vollplatte, sondern beim Entnehmen des durchlöcherten Restgitters. So lösen Sie beide Schritte mit einem Gerät, sicher und ergonomisch.

KAPITEL 01
Das Kernproblem beim Be- und Entladen

An jeder Laserschneidanlage stellt sich dieselbe Aufgabe, unabhängig vom Anlagenhersteller: Stahl-, Aluminium- oder Edelstahlplatten variieren stark in Format, Stärke und Gewicht, der Maschinenraum ist eng und die Laseroptik empfindlich. Bei kleinen und mittleren Losgrößen sind die Schneidzeiten kurz, sodass das Material häufig gewechselt wird. Genau dann entscheidet das Handling über Durchsatz, Sicherheit und Ergonomie.

KAPITEL 02

Der entscheidende Unterschied: Vollmaterial einlegen, durchlöcherte Platte entnehmen

Vor dem Lasern ist die Blechfläche geschlossen. Eine Saug- oder Magnetvorrichtung nimmt die Platte problemlos auf und legt sie geführt in die Anlage. Nach dem Lasern ist dieselbe Platte ein durchbrochenes Restgitter, und das ändert alles.

Saugen scheitert, weil die offenen Flächen keine Dichtung mehr zulassen. Die Magnetaufnahme scheitert, weil die schmalen Stege zwischen den ausgeschnittenen Teilen zu wenig Materialquerschnitt bieten. Im schlimmsten Fall reißt die Platte während des Hebens, fällt herab und beschädigt die Optik oder verletzt den Bediener.

Auch Mikrostege lösen das nicht

Viele Betriebe setzen im Schneidplan Mikrostege, um ausgeschnittene Teile am Aufstehen und Kippen zu hindern. Das mindert das Kollisionsrisiko mit dem Schneidkopf, macht das Restgitter als Ganzes aber nicht stabiler und die Teile müssen später nachbearbeitet werden. Für die sichere Aufnahme der gesamten Platte bleibt das Grundproblem bestehen.

Die prozesssichere Lösung ist das Untergreifen: Eine untergreifende Vorrichtung fährt unter die Platte und hebt sie an, unabhängig davon, wie stark sie durchbrochen ist. So wird auch das Restgitter sicher aus der Anlage entnommen.

KAPITEL 03

Arbeitsschutz: warum manuelles Blechhandling zum Risiko wird

Das manuelle Einlegen und Entnehmen schwerer Bleche ist körperlich hoch belastend und arbeitsschutzrechtlich relevant. Die Lastenhandhabungsverordnung verpflichtet den Arbeitgeber, manuelle Lasthandhabung, die die Gesundheit gefährdet, zu vermeiden oder durch geeignete Arbeitsmittel zu ersetzen. Sie nennt keine starren Grenzwerte, geht aber bei häufigem Handling, in der Größenordnung von rund 250 Hebevorgängen pro Arbeitstag, grundsätzlich von einer Gefährdung aus. Rückenbeschwerden zählen zu den häufigsten Ursachen für Arbeitsunfähigkeit und lassen sich in vielen Fällen auf das Heben und Tragen am Arbeitsplatz zurückführen.

Eine geführte Hebehilfe nimmt dem Bediener genau diese Belastung ab. Sie senkt das Verletzungs- und Ausfallrisiko, verbessert die Ergonomie am Laserarbeitsplatz und unterstützt die Gefährdungsbeurteilung mit einer nachvollziehbaren technischen Maßnahme. Details zu Prüfpflichten und Ergonomie behandeln unsere Ratgeber zur UVV-Prüfung und zur Ergonomie am Arbeitsplatz.

KAPITEL 04

Ein System für den gesamten Zyklus: die Wechselvorrichtung

Jede Zeilhofer-Hebehilfe, ob Gelenk-Manipulator oder Hubachse ZH90, ist mit einer Wechselvorrichtung ausgestattet. Der Bediener wechselt in wenigen Sekunden und werkzeuglos zwischen Saug-, Magnet- und Untergreifvorrichtung, in beliebiger Reihenfolge. Die Vollplatte wird per Saugen oder Magnet eingelegt, das durchlöcherte Restgitter anschließend durch Untergreifen entnommen. Mit einem einzigen Gerät, ohne Umbau, ohne zweite Anschaffung. Welche Vorrichtung sich für welchen Plattentyp eignet, erklären die Grundlagen der Vorrichtungswahl.

KAPITEL 05
Die passende Hebehilfe: Manipulator und Hubachse ZH90

Gelenk-Manipulator bis 800 kg

Pneumatischer Manipulator mit starrer, pendelfreier Lastführung und großem Arbeitsradius. Ideal, wenn Bleche flexibel aus wechselnden Richtungen in die Anlage geführt werden.

Hubachse ZH90 bis 1.200 kg

Lineare Lastführung im Aluminium-Leichtbau, pendelfrei bis 1.200 kg. Die Alternative für höhere Traglasten und großformatige Tafeln, ebenfalls mit Wechselvorrichtung.

KAPITEL 06
Manipulator, Vakuum-Schlauchheber oder Vollautomation im Vergleich

Für das Beladen von Laserschneidanlagen gibt es drei grundsätzliche Wege, und sie unterscheiden sich stark in Sicherheit, Flexibilität und Wirtschaftlichkeit.

Der Vakuum-Schlauchheber oder Säulenschwenkkran ist verbreitet und ergonomisch besser als reines Handheben. Er hält die Last aber pendelnd am Schlauch oder Seil, was im engen Maschinenraum neben der Laseroptik ein Kollisionsrisiko darstellt, und er bleibt auf die Saugaufnahme beschränkt. Durchbrochene Restgitter lassen sich damit oft nicht sicher entnehmen.

Die Vollautomation mit Lagerturm, Saugtraverse und Rechentraverse ist bei großen Serien und langen Programmlaufzeiten hochproduktiv. Bei kleinen und mittleren Losgrößen, kurzen Schneidzeiten und häufigem Materialwechsel rechnet sie sich dagegen selten, weil die Investition hoch und die Bestückungszeit im Verhältnis zur Schneidzeit zu groß ist.

Der bedienergeführte Manipulator und die Hubachse ZH90 besetzen die wirtschaftliche Mitte. Sie führen die Last starr und pendelfrei, erlauben durch die Wechselvorrichtung Saugen, Magnet und Untergreifen und decken damit den kompletten Zyklus vom Einlegen der Vollplatte bis zur Entnahme des Restgitters ab, bei überschaubarer Investition und schneller Amortisation. Welche Automatisierungsstufe zu Ihrer Aufgabe passt, vertieft der Ratgeber Manuell, teilautomatisiert oder Roboter?, den Vergleich zum Vakuum der Ratgeber Schlauchheber oder Vorrichtung?

KAPITEL 07
Welche Blechwerkstoffe sich handhaben lassen

Die richtige Vorrichtung hängt vom Werkstoff und vom Oberflächenzustand ab. Ferromagnetischer Stahl lässt sich vor dem Schnitt sicher über die Magnetvorrichtung aufnehmen. Aluminium und andere nicht magnetische Werkstoffe werden per Saugen oder Untergreifen gehandhabt. Edelstahl je nach Legierung über Saugen oder Untergreifen. Bei verzinkten, lackierten, beschichteten oder folierten Blechen, die keine Abdrücke bekommen dürfen, wird die Vorrichtung entsprechend ausgelegt. Für die Entnahme nach dem Schnitt gilt werkstoffübergreifend: Sobald die Platte durchbrochen ist, ist das Untergreifen die sichere Wahl.

KAPITEL 08
Vorteile im Überblick

  • Sichere Aufnahme auch stark durchbrochener Restgitter durch Untergreifen

  • Werkzeugloser Vorrichtungswechsel in Sekunden, Saugen, Magnet, Untergreifen

  • Starre, pendelfreie Lastführung schützt die empfindliche Laseroptik

  • Ergonomische Entlastung des Bedieners, weniger belastungsbedingte Ausfälle

  • Wirtschaftlich auch bei kleinen Losgrößen und häufigem Materialwechsel

  • Durchgängige Traglaststaffel bis 1.200 kg, Made in Germany, ISO 9001 und TISAX Level 2

KAPITEL 09
Dieselbe Lösung für Wasserstrahl-, Plasma- und Autogenschneiden

Das Handling-Prinzip ist nicht auf den Laser beschränkt. Auch beim Wasserstrahl-, Plasma- und Autogenschneiden liegt nach dem Schnitt ein durchbrochenes Restgitter vor. Beim Wasserstrahlschneiden erschweren nasse, offene Flächen die Saugaufnahme zusätzlich. Die untergreifende Vorrichtung löst diese Fälle unabhängig vom Schneidverfahren.

KAPITEL 10
Für Hersteller von Schneidanlagen

Sie möchten Ihren Kunden eine durchdachte Belade- und Entnahmelösung mitliefern, ohne selbst eine eigene Handhabungstechnik zu entwickeln? Als Sondermaschinenbauer aus Deutschland liefern wir die Hebehilfe passend zur Anlage, aus dem Baukasten abgestimmt auf Traglast, Format und Einbausituation.

KAPITEL 11
Für Betreiber und Lohnfertiger

Sie arbeiten bereits mit einer Laserschneidanlage und wollen Ihre Mitarbeiter beim schweren Blechhandling entlasten? Die Hebehilfe lässt sich als Nachrüstlösung ergänzen, entlastet den Bediener spürbar und senkt belastungsbedingte Ausfallzeiten, ohne den Fertigungsfluss umzubauen. Typische Einsatzfelder sind Lohnfertigung und Blechbearbeitung, Metallbau, Maschinen- und Anlagenbau, Fahrzeug- und Nutzfahrzeugbau sowie Zulieferbetriebe mit wechselnden Blechformaten. Überall dort, wo schwere Platten regelmäßig eingelegt und durchbrochene Restgitter entnommen werden, sichert das geführte Handling den Prozess.

FAQ / Q&A
HÄUFIGE FRAGEN

01 Wie legt man schwere Bleche sicher in eine Laserschneidanlage ein?

Zum Einlegen der Vollplatte nimmt eine Hebehilfe das oberste Blech vom Stapel auf und führt es geführt in die Anlage. Bei geschlossener Fläche eignen sich Saug- oder Magnetvorrichtung. Der Gelenk-Manipulator von Zeilhofer bewegt Stahl-, Aluminium- und Edelstahlplatten bis 800 kg, die Hubachse ZH90 bis 1.200 kg. Die starre, pendelfreie Lastführung verhindert Kollisionen mit der empfindlichen Laseroptik.

02 Wie entnimmt man ein durchlöchertes Blech nach dem Laserschneiden?

Nach dem Schneiden ist die Platte ein durchbrochenes Restgitter. Saugen ist an den offenen Flächen meist nicht mehr möglich, und die schmalen Stege zwischen den ausgeschnittenen Teilen sind für die Magnetaufnahme oft zu schwach. Die sichere Lösung ist das Untergreifen: Eine untergreifende Vorrichtung fährt unter die Platte und hebt sie unabhängig vom Durchbruchgrad sicher an.

03 Warum funktionieren Sauger und Magnet beim Restgitter nicht mehr zuverlässig?

Sauger brauchen eine geschlossene, dichte Fläche, die nach dem Schneiden nicht mehr vorhanden ist. Magnete brauchen ausreichend Materialquerschnitt, doch die schmalen Stege des Restgitters bieten zu wenig Halt. Beides birgt das Risiko, dass die Platte während des Hebens versagt. Deshalb ist bei durchbrochenen Platten eine untergreifende Vorrichtung die prozesssichere Wahl.

04 Kann man dieselbe Hebehilfe zum Einlegen und zum Entnehmen nutzen?

Ja. Jede Zeilhofer-Hebehilfe, ob Gelenk-Manipulator oder Hubachse ZH90, ist mit einer Wechselvorrichtung ausgestattet. Der Bediener wechselt in wenigen Sekunden und werkzeuglos zwischen Saug-, Magnet- und Untergreifvorrichtung, in beliebiger Reihenfolge. So wird die Vollplatte per Saugen oder Magnet eingelegt und das durchlöcherte Restgitter anschließend durch Untergreifen entnommen, mit einem einzigen Gerät.

05 Ab welchem Blechgewicht lohnt sich eine Hebehilfe an der Laserschneidanlage?

Sobald Bleche regelmäßig von Hand gehoben werden, greift die Lastenhandhabungsverordnung, die den Arbeitgeber verpflichtet, gesundheitsgefährdende manuelle Lasthandhabung zu vermeiden. Rückenbeschwerden zählen zu den häufigsten Ausfallursachen. In der Praxis lohnt sich eine geführte Hebehilfe bereits ab mittleren Blechgewichten, spätestens bei großformatigen Tafeln, die ein Werker nicht mehr sicher allein handhaben kann.

06 Lohnt sich eine Vollautomation bei kleinen Losgrößen am Laser?

Vollautomatische Belade- und Entladesysteme rechnen sich vor allem bei großen Serien mit langen Programmlaufzeiten. Bei kleinen und mittleren Losgrößen, häufigen Materialwechseln und kurzen Schneidzeiten ist eine Roboteranlage oft unwirtschaftlich, weil die Bestückungszeit im Verhältnis zur Schneidzeit zu groß wird. Eine bedienergeführte Hebehilfe schließt diese Lücke: Sie entlastet den Werker, erhält die Flexibilität und ist deutlich schneller amortisiert.

07 Funktioniert die Lösung auch für Wasserstrahl- und Plasmaschneiden?

Ja. Das gleiche Handling-Prinzip gilt für Wasserstrahl-, Plasma- und Autogenschneiden, denn auch dort liegt nach dem Schnitt ein durchbrochenes Restgitter vor. Beim Wasserstrahlschneiden erschweren nasse und offene Flächen die Saugaufnahme zusätzlich. Die untergreifende Vorrichtung löst diese Fälle unabhängig vom Schneidverfahren.

08 Worin unterscheidet sich die Hebehilfe vom Vakuum-Schlauchheber am Laser?

Ein Vakuum-Schlauchheber oder Säulenschwenkkran hält die Last pendelnd am Seil oder Schlauch, was im engen Maschinenraum neben der Laseroptik ein Kollisionsrisiko ist, und er bleibt auf die Saugaufnahme beschränkt. Der Manipulator und die Hubachse ZH90 führen die Last dagegen starr und pendelfrei und erlauben durch die Wechselvorrichtung neben Saugen auch Magnet und Untergreifen, also auch die sichere Entnahme durchbrochener Restgitter.

09 Können auch verzinkte, beschichtete oder folierte Bleche gehandhabt werden?

Ja. Für ferromagnetische Bleche eignet sich die Magnetvorrichtung, für glatte geschlossene Flächen die Saugvorrichtung. Bei beschichteten, lackierten oder folierten Platten, die keine Abdrücke bekommen dürfen, wird die Vorrichtung entsprechend ausgelegt. Für nicht magnetische Werkstoffe wie Aluminium kommen Saugen oder Untergreifen zum Einsatz.

10 Für welche Branchen eignet sich das geführte Blechhandling am Laser?

Typische Einsatzfelder sind Lohnfertigung und Blechbearbeitung, Metallbau, Maschinen- und Anlagenbau, Fahrzeug- und Nutzfahrzeugbau sowie Zulieferbetriebe, die auf Laserschneidanlagen mit wechselnden Blechformaten arbeiten. Überall dort, wo schwere Platten regelmäßig eingelegt und durchbrochene Restgitter entnommen werden, entlastet die geführte Hebehilfe den Bediener und sichert den Prozess.

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