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ATEX Manipulator & Ex-Schutz Manipulator: Handhabungstechnik für explosionsgefährdete Bereiche

  • Zeilhofer HHT
  • 26. Juni
  • 3 Min. Lesezeit

In Lackierereien, der Chemie, bei der Pulverhandhabung oder in der Batteriefertigung können explosionsfähige Atmosphären entstehen. Wer dort Lasten hebt und bewegt, braucht einen ATEX Manipulator, der keine Zündquelle bildet. Dieser Beitrag erklärt, was ATEX bedeutet, welche Zonen es gibt und warum der Antrieb über Eignung oder Nichteignung entscheidet.


Gelenk-Manipulator mit Greifvorrichtung für Bauteile aus Aluminium
Gelenk-Manipulator mit Greifvorrichtung für Bauteile aus Aluminium

Was bedeutet ATEX?

ATEX steht für die EU-Richtlinien zum Explosionsschutz, abgeleitet von der französischen Bezeichnung ATmosphères EXplosibles. Sie regeln, welche Geräte in Bereichen eingesetzt werden dürfen, in denen brennbare Gase, Dämpfe, Nebel oder Stäube eine explosionsfähige Atmosphäre bilden können. Für Betreiber gilt: In ausgewiesenen Ex-Bereichen dürfen nur dafür geprüfte und gekennzeichnete Betriebsmittel verwendet werden.


Das betrifft auch Hebehilfen und Manipulatoren. Eine Anlage, die in einem normalen Produktionsbereich problemlos läuft, ist nicht automatisch für den Einsatz im Ex-Bereich zugelassen. Die Anforderungen müssen von Anfang an in die Konstruktion einfließen.


Ex-Zonen: Wo ist welcher Schutz nötig?

Explosionsgefährdete Bereiche werden in Zonen eingeteilt, je nachdem wie häufig und wie lange eine gefährliche Atmosphäre auftritt:


  • Zonen 0, 1, 2: für Gase, Dämpfe und Nebel, von ständig vorhanden (0) bis selten und kurzzeitig (2).

  • Zonen 20, 21, 22: für brennbare Stäube, analog von ständig (20) bis selten (22).


Je niedriger die Zahl, desto häufiger ist mit einer explosionsfähigen Atmosphäre zu rechnen und desto strenger sind die Anforderungen an die eingesetzten Geräte. Welche Zone vorliegt, legt der Betreiber im Explosionsschutzdokument fest. Daraus ergibt sich, welche Gerätekategorie eine Hebehilfe erfüllen muss.


ATEX Manipulator: Warum der Antrieb über die Eignung entscheidet

Der entscheidende Faktor im Ex-Bereich ist die Vermeidung von Zündquellen wie Funken, heißen Oberflächen oder elektrostatischer Entladung. Hier spielt der Antrieb die Hauptrolle. Ein pneumatisch betriebener ATEX Manipulator kommt ohne elektrische Antriebsenergie an der Last aus und ist dadurch grundsätzlich gut für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen geeignet, sofern alle Komponenten entsprechend ausgeführt und geerdet sind.


Welche Stärken pneumatische und elektrische Antriebe jeweils haben, erklärt der Ratgeber Antrieb pneumatisch oder elektrisch. Grundlagen zu den Systemen liefert der Ratgeber Hebehilfen. Wichtig ist immer die Gesamtbetrachtung: Auch Greifer, Sensorik und Erdung müssen zum Ex-Schutzkonzept passen.


Typische Branchen mit Ex-Anforderungen

Explosionsschutz ist unter anderem relevant in der Lackier- und Beschichtungstechnik, in der Chemie und Pharmazie, bei der Handhabung pulverförmiger Stoffe sowie zunehmend in der Batterie- und Zellfertigung. Wie Handhabungstechnik in sensiblen Umgebungen funktioniert, zeigen die Beiträge zu Reinraum und Pharma und zum Batteriemodul-Handling.

Gerade in der Batteriefertigung gewinnt das Thema an Bedeutung, weil dort sowohl Lösungsmitteldämpfe als auch reaktive Materialien auftreten können. Eine pendelfreie, prozesssichere Handhabung ist hier doppelt wichtig.


Worauf Betreiber achten sollten

Entscheidend ist, die Ex-Anforderungen früh in die Auslegung einzubeziehen: Zone, Stoffeigenschaften und geforderte Gerätekategorie gehören in die erste Bedarfsanalyse. So wird die Hebehilfe von Anfang an passend konstruiert, statt später aufwändig nachgerüstet zu werden. Zeilhofer Handhabungstechnik konstruiert jede Lösung individuell, ist nach ISO 9001 zertifiziert und arbeitet nach TISAX Level 2 mit Prototypenschutz.


Häufige Fragen


Sind pneumatische Manipulatoren für Ex-Bereiche geeignet?

  • Pneumatische Manipulatoren kommen ohne elektrische Antriebsenergie an der Last aus und sind daher grundsätzlich gut für explosionsgefährdete Bereiche geeignet, sofern alle Komponenten entsprechend ausgeführt und geerdet sind.


Was ist eine Ex-Zone?

  • Eine Ex-Zone klassifiziert einen Bereich danach, wie häufig eine explosionsfähige Atmosphäre auftritt. Daraus leitet sich ab, welche Geräte dort eingesetzt werden dürfen.


Wer legt die Ex-Zone fest?

  • Der Betreiber legt die Zonen im Rahmen seines Explosionsschutzdokuments fest. Daran orientiert sich die Auslegung der Handhabungstechnik.


In welchen Branchen ist ATEX relevant?

  • Vor allem in der Lackier- und Beschichtungstechnik, in Chemie und Pharmazie, bei der Pulverhandhabung sowie zunehmend in der Batterie- und Zellfertigung.


Handhabung im Ex-Bereich geplant?

Sie benötigen einen ATEX Manipulator für einen explosionsgefährdeten Bereich? Unsere Konstrukteure beziehen die Ex-Anforderungen von Anfang an ein und legen Ihre Lösung individuell aus, Made in Germany, aus einer Hand.



Mehr Tiefe zu einzelnen Themen bieten unsere Ratgeber rund um Handhabungstechnik.


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